Gespräch mit der Behindertenvertretung von Opel Eisenach

am Montag, 26 November 2012. Posted in Politik

Gespräch mit der Behindertenvertretung von Opel Eisenach

Auf Einladung der Vertrauensperson der Schwerbehinderten Opel Eisenach GmbH, Dieter Göschel, kam es am Montag, 19.11.2012, zu einem Meinungs- und Gedankenaustausch des Abgeordneten Maik Nothnagel sowie der Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat Karin May mit Mitgliedern der Behindertenvertretung des Werkes.

Im Rahmen eines kurzen Betriebsrundganges gewannen wir einen kleinen Einblick in die Produktion bei Opel Eisenach. Dieter Göschel war bemüht, uns wesentliche Produktionsabschnitte zu zeigen. Insbesondere interessierten uns die Arbeitsplätze von Schwerbehinderten.

Hat Opel Eisenach vor 10 Jahren lediglich 64 Menschen mit Behinderungen (3,46 % der Gesamtbeschäftigten) beschäftigt und noch fast 40.000 Euro an Ausgleichsabgabe gezahlt, so sind es heute 192 Beschäftigte (10,28 %). Diese Entwicklung ist insbesondere der engagierten Arbeit der Behindertenvertretung im Werk zu verdanken. Sie findet leider nicht immer die entsprechende öffentliche Anerkennung in der Stadt und der Region.

Wir konnten uns davon überzeugen, dass die Behindertenvertretung beständig bemüht ist, Möglichkeiten für die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu suchen. Maik ist sicher, hinsichtlich der Ausbildungsmöglichkeit eines jungen Behinderten helfen zu können. Unmittelbar nach unserem Besuch hat er entsprechende Gespräche aufgenommen.

Der Gedankenaustausch mit Dieter Göschel und weiteren Mitgliedern der Behindertenvertretung, Martina Pracht und Mario Schau, der sich dem Werksrundgang anschloss, fand im Büro der Behindertenvertretung statt. Im Mittelpunkt dabei standen u.a. Fragen nach der Arbeit der Behindertenvertretung im Werk und möglichen Auswirkungen der Produktionsdrosselung.

Für Maik zeigte sich, dass der Konzern- bzw. Werkleitung Entwicklungen hinsichtlich der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen „abgetrotzt“ werden müssen. Selbst der Mutterkonzern GM scheint trotz verschärfter Sanktionsregelungen in den USA keinen positiven Einfluss auf Konzern- und Werkleitung bei Opel in diesen Fragen zu nehmen.

Gespräch mit der Behindertenvertretung von Opel Eisenach - Bild 2

Große Hoffnungen werden im Werk sowie auch bei der Behindertenvertretung an die Produktionsaufnahme des neuen „Adam“ ab dem kommenden Jahr gelegt. (Natürlich haben wir den „Adam“ aus der Nähe gesehen und waren sehr angetan – soweit der kostenlose Werbeblock für dieses Auto!) Im Gespräch mit den Mitgliedern der Behindertenvertretung spielte auch das „Positionspapier des Vorstandes des Arbeitskreises der Schwerbehindertenvertretungen der Deutschen Automobilindustrie zur zukünftigen Gestaltung des SGB IX, bei der Frage der Rechtsstellung, der Schwerbehindertenvertretungen, vor dem Hintergrund der veränderten Anforderungen an die Vertrauenspersonen der schwerbehinderten Menschen“.

Zu diesem Papier gab es seitens des Abgeordneten Zustimmung. Den Wusch des Arbeitskreises, mitzuhelfen diese Positionen in die Öffentlichkeit zu tragen, ist Maik seit Erhalt des Papier bereits innerhalb der Arbeitsgemeinschaft selbstbestimmte Behindertenpolitik sowie gegenüber einzelnen Behinderten- und Sozialverbänden nachgekommen.